Schenklengsfeld MITEINANDER

      Das Informations-Portal für Schenklengsfeld

KOMMUNIKATION - Wie geht das?

Aus dem Laenscheld2030-Post vom 29.01.2020

Gedanken zur KOMMUNIKATION und was dabei schieflaufen kann, wenn man

falsch oder gar nicht kommuniziert


5 Axiome = 5 Feststehende unbestreitbare Fakten / Tatsachen







Nach Paul Watzlawick, einem der führendsten Kommunikationswissenschaftler muss man 5 Aspekte in der Kommunikation beachten.

1 - Man kann nicht "nicht" kommunizieren

"Bürger fragen, Politiker antworten nicht." ist ein beliebtes Spielchen, um Bürgeranfragen abzubügeln.
Man ignoriert einfach die Anfragen und 99% aller Fragesteller geben irgendwann frustriert auf.
Ob das nun aus politischer Arroganz, Überarbeitung oder schlichtweg zum Vermeidung von unangenehmen Fragen geschieht ist dabei egal.

"Nicht antworten" ist ein auf jeden Fall

                           ein extrem negatives Zeichen.

Flapsig gesagt:
Wenn man zuviel unter den Teppich kehrt, braucht man irgendwann eine Bergsteigerausrüstung, um noch über den Teppich gehen/klettern zu können.

UND, feuerwehrtechnisch gesehen:

Wenn unter dem Teppich ein Schwelbrand kokelt, kann die ganze Bude urplötzlich in Flammen stehen.  Jederzeit, ohne Vorwarnung.

2 - Jede Kommunikation hat einen
Inhalts- und einen Beziehungspunkt


Inhalte liefern Fakten, Beziehungen die Atmosphäre des Gesprächs.

In der GV kommt noch die formaljuristische Ebene "Hessische Gemeindeordnung" (HGO) und Geschäftsordnung (GO) hinzu.
"Kreative Gestaltung der Tagesordnungspunkte" (z.B. Umwandlung von "Antrag" in "Sachstandsbericht" sind toxische Tricks aus der politischen Giftküche.

Solche Geschäftsordnungs-Tricks haben nicht das Ziel, eine Lösung zu finden, sondern sie bewirken lediglich Verwirrung und eine Verzögerung einer Lösung.

Wird das alles unterschätzt, geht Vertrauen unwiederbringbar verloren.
Form+Inhalt+Beziehung muss ein ausgewogenes Ganzes ergeben.


3 - Die Interpunktion der Ereignisse definiert die Beziehung

Kommunikation verläuft kreisförmig.

Oft herrscht der Irrglaube, dass man mit permanentem Ignorieren ein Problem lösen könnte ist. Man hofft darauf, dass es irgendwann verschwindet.
Das ist unmöglich.

Die Kommunikation zu den hier besprochenen Themen hat, völlig unbewusst, bereits in 2016 mit den Vorbereitungen zur Bürgermeisterwahl begonnen.

Und sie wird nicht enden, solange über 100 Menschen an der Kommunikation beteiligt sind und darüber reden, wie vermieden werden kann, dass die Probleme der Vergangenheit  weiterhin die Zukunft gefährden können.

4 - Kommunikation kann digital oder analog erfolgen

Das beste Facebooken, Twittern u.s.w. ist nur ein blasser Abklatsch von dem, was man durch analoge Kommunikation erreichen kannt.

Könnte es eine Kameradschaft bei Feuerwehren oder DRK geben, wenn alle sich nur über Facebook&Co unterhalten und lediglich im Einsatz mal ein paar Minuten zusammenarbeiten? Absolut nicht.

Man muss reden, brainstormen, lachen, streiten, dabei Vertrauen aufbauen u.s.w.

Kurz gesagt: Ideen austauschen und "Gedanken zusammenbringen."

Die momentan gültige Geschäftsordnung (GO) verhindert eine effektive Kommunikation. Sie lässt viel zuviel Raum für polit-taktische Finten und Taschenspielertricks.  

5 - Kommunikation verläuft entweder symmetrisch oder komplementär

Komplementär reden 2 Lebewesen in einer Hierarchie.

"Herrchen/Frauchen und Hund", "Katze und ihr Personal ", "Kaiser und Untertan".

Und eben Politiker, die ihre Wahl nicht als Vertrauensbeweis ihrer Wähler sehen, und sich dem Vertrauen verpflichet fühlen, sondern ihre Stellung eher als Übertragung eines "mittelalterlichen Lehens" zur Verfolgung eigener Interessen betrachten.

Man muss ja nicht mehr zuhören,denn man hat ja jetzt die Macht.

Motto:

Wissen ist Macht

Wir wissen nichts

Macht nichts

Wir haben die Macht

WIR machen das Wissen

In einer funktionierenden Demokratie redet man

sachlich und symetrisch "auf Augenhöhe".

Das gebietet schon die Höflichkeit und der Respekt voreinander.

Warum redet man also komplementär? 


ÜBEReinander und nicht MITeinander.


Das kann viele Gründe haben.

Überarbeitung, Überforderung, Überlastung, Selbstüberschätzung, Vermeiden einer Antwort um Hintergründe zu verbergen, Überheblichkeit, Arroganz der Macht, und 1001 weitere Gründe.

Es ist egal, welche Gründe zu der unbefriedigend Situation geführt haben.

(Anm: Wenn ich mich mit dem Hintern auf eine Kreissäge setzte, ist es mir egal, welcher Zahn des Sägeblattes sich als erster in mein Fleich gebohrt hat. Da gilt es dei Blutung zu stoppen!)

Viel wichtiger sind Methoden, um all die
Tricks zu entdecken und sichtbar zu machen.


In der IT gibt es einfache Regeln. Klar, die IT ist LOGISCH aufgebaut und kennt ja nur "0" und "1" , "WAHR und FALSCH", 

Hier die Regel zum Erkennen von Fehlentwicklungen und Fehlern.

1 * ein Fehler kann ein Versehen sein
2 * ein Fehler können ein Zufall sein
3 * ein Fehler sind ein Muster
4 * ein Fehler begründen einen Anfangsverdacht
5 * ein Fehler ergeben einen begründeten Anfangsverdacht

Ab dem 6. Fehler sind alles Indizien/Beweise für eine Absicht.

Geschieht das unbewusst, so ist das ein Ausbildungsmangel.

Geschieht es bewusst, dann ist es ein Anzeichen für den Versuch, eigene Interessen durch zu drücken und dadurch Rechte Anderer zu missachten.


Und je öfter der Fehler/dasVerhalten/u.s.w. wiederholt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein politisches Kalkül, eine unlautere Absicht,  dahinter steckt.

Beispiel: Warum verzögern sich Projekte? Warum werden dadurch Leute demotiviert?